Giersch

Aegopodium podagraria

Allgemeines

Andere Namen: Geißfuß, Dreiblatt, Erdholler, Hinfuss, Podagariakraut, Wiesenholler, Zipperleinskraut

Familie: Doldenblütler (Apiaceae)

Standort: Wegränder, Auwälder, Hecken und in Gärten

Ernte: nur junge Blätter daher eher April bis Juli, junge Pflanzen auch länger, Samen im Herbst

Verwendbare Pflanzenteile: Blätter, Samen

Büroklammer
Giersch (5)

Besonderheiten & Anwendung

Sammeln:

Der Giersch gilt vielen als hartnäckiges Gartenunkraut – dabei lohnt es sich, ihn stattdessen zu ernten. Er wächst halbschattig und leicht feucht, gerne in Auwäldern oder entlang von Hecken, und zählt zu den ersten Frühlingsboten. Achtung vor giftigen Verwechslungen: Der Giersch kann mit hochgiftigen Doldenblütlern verwechselt werden – Details dazu gibt’s im Workshop.

Besonderheit:
Sein botanischer Beiname *podagraria* verweist auf Podagra, den akuten Gichtanfall – der Giersch begleitet die Menschen also schon lange als vermeintlicher Zipperlein-Helfer. Bemerkenswert ist auch sein Nährstoffreichtum: An Mineralstoffen und Vitaminen übertrifft er manch anderes bekanntes Blattgemüse deutlich.

Inhaltsstoffe:
Giersch ist reich an ätherischen Ölen sowie Makro- und Mikronährstoffen. Der Volksheilkunde nach wird ihm eine abführende und harntreibende Wirkung zugesprochen.

Verwendung:
In der Küche ist der Giersch vielseitig einsetzbar – frisch etwa in Salaten und Suppen oder als Ersatz für Spinat. Äußerlich kam er traditionell in Auflagen und als Badezusatz zum Einsatz, bevor er zunehmend in Vergessenheit geriet.

Hinweise:

  • Auch gegen Heilpflanzen gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Ebenso können Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten!
  • Heilpflanzen unterstützen unseren Körper, ersetzen aber keinen notwendigen Arztbesuch!
  • Bitte immer nur Pflanzen sammeln, die eindeutig bestimmt werden können

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