Holunderblüte

Sambucus nigra

Allgemeines

Andere Namen: Holler; Hollerblüte; Holderblüte

Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)

Standort: in Siedlungsnähe, in Gärten, Innenhöfen, auf Wiesen, Waldrändern und Lichtungen

Ernte: Blüten: Mai/Juni, Beeren: August/September

Verwendbare Pflanzenteile: Ausschließlich Blüten und Beeren, alle anderen Pflanzenteile sind giftig!!!

Büroklammer
Holunder (7)

Besonderheiten & Anwendung

Sammeln:
Der Holunder fühlt sich in nährstoffreicher Erde und an warmen Standorten wohl und wächst dort recht rasch zu einem stattlichen Strauch heran. Von Mai bis Juni zeigt er seine großen, süßlich duftenden, cremeweißen Blütendolden. Achtung vor giftigen Verwechslungen: Der Holunder kann mit dem giftigen Zwerg-Holunder verwechselt werden – Details dazu gibt’s im Workshop.

Besonderheit:
Der Sage nach wird der Holunderstrauch von guten Hausgeistern bewohnt, die Haus und Bewohner:innen beschützen. Deshalb war er auf Bauernhöfen ein beliebter, geschützter Strauch, der nur im äußersten Notfall entfernt wurde.

Inhaltsstoffe:
Die Holunderblüten enthalten ätherische Öle, Flavonoide und Schleimstoffe. Der Volksheilkunde nach wird ihnen eine schweißtreibende und schleimlösende Wirkung zugesprochen.

Verwendung:

Innerlich ist der klassische Holunderblütentee bei Erkältungen bekannt. In der Küche werden die Blüten außerdem zu Sirup, Limonade oder den traditionellen „Hollerküchel“ – in Backteig ausgebackenen Blütendolden – verarbeitet.

Hinweise:

  • Auch gegen Heilpflanzen gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Ebenso können Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten!
  • Heilpflanzen unterstützen unseren Körper, ersetzen aber keinen notwendigen Arztbesuch!
  • Bitte immer nur Pflanzen sammeln, die eindeutig bestimmt werden können

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