Spitzwegerich

Plantago lanceolata

Allgemeines

Andere Namen: Spießkraut, Lungenblatt, Schlangenzunge, Heilwegerich, Heufressa, Ripplichrut, Roßrippe, Schafzunge, Spitzfederich, Straßenbraut, Wegetritt, Wundwegerich

Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Standort: Wiesen, Äcker, Wegränder, auch stark betretene Flächen

Ernte: Junge Blätter am besten von April bis Juni (ganzjährig möglich); Blütenstände April bis August; Samen ab August; Wurzel im Herbst

Verwendbare Pflanzenteile: Blätter, Blütenstände, Samen, Wurzel

Büroklammer
Spitzwegerich

Besonderheiten & Anwendung

Sammeln:

Der Spitzwegerich ist eine genügsame, sehr robuste Pflanze mit lanzettförmigen, parallelnervigen Blättern, die sich bodennah zu einer Rosette anordnen. Aus ihrer Mitte wächst ein langer, blattloser Stängel mit einer kolbenförmigen, unscheinbaren Blütenähre.

Besonderheit:

Sein Name „Wegetritt“ beschreibt ihn treffend: Der Spitzwegerich ist enorm trittfest und gedeiht gerade dort besonders gut, wo er häufig betreten wird – etwa mitten auf Trampelpfaden.

Inhaltsstoffe:

Der Spitzwegerich enthält Schleim-, Gerb- und Bitterstoffe sowie Kieselsäure und das Glykosid Aucubin. Seine reizlindernde und entzündungshemmende Wirkung bei Husten, Erkältung und leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum ist – anders als bei vielen anderen Wildkräutern – von der Kommission E und ESCOP auf Basis langjähriger Anwendung positiv bewertet.

Verwendung:

Innerlich wird der Spitzwegerich traditionell als Tee oder Sirup bei Husten und Erkältung eingesetzt. Äußerlich hilft ein frisch gequetschtes Blatt bei kleineren Hautreizungen und Insektenstichen. In der Küche sind alle Pflanzenteile essbar: Die jungen Blätter mit ihrem feinen, pilzähnlichen Aroma eignen sich für Salate, Aufstriche und Suppen, die Blütenstände lassen sich als pilzartige Beilage zubereiten, die reifen Samen dienen als heimischer Flohsamenersatz und die Wurzel kann wie anderes Wurzelgemüse gekocht werden.

Hinweise:

  • Auch gegen Heilpflanzen gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Ebenso können Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten!
  • Heilpflanzen unterstützen unseren Körper, ersetzen aber keinen notwendigen Arztbesuch!
  • Bitte immer nur Pflanzen sammeln, die eindeutig bestimmt werden können

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