Duftveilchen
Viola odorata
Allgemeines
Andere Namen: Märzveilchen; Heckenveilchen
Familie: Veilchengewächse (Violaceae)
Standort: Hecken, Waldränder, schattige Rasenflächen, gerne auch in Gärten
Ernte: Blüten im März/April, zu Beginn des Frühlings
Verwendbare Pflanzenteile: Blüten, Blätter
Besonderheiten & Anwendung
Sammeln:
Das Duftveilchen zählt zu den ersten duftenden Frühlingsboten und ist oft schon am intensiven Duft zu erkennen, bevor man es überhaupt sieht. Es wächst niedrig, mit rundlichen bis nierenförmigen Blättern in einer Rosette und zart violetten Blüten. Von den geruchlosen, nahe verwandten Wildveilchen wie dem Hundsveilchen unterscheidet es sich zuverlässig durch seinen charakteristischen süßen Duft.
Besonderheit:
Kaiserin Elisabeth (Sisi) liebte Veilchen über alles, ob kandiert in Mehlspeisen oder als Veilcheneis – das machte die Farbe Lila damals zum Symbol für Luxus und höfischen Geschmack. Schon Hippokrates setzte das Veilchen bei Kopfschmerzen ein.
Inhaltsstoffe:
Die Blüten des Duftveilchens enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide und Saponine. Der Volksheilkunde nach wird ihm eine schleimlösende und schweißtreibende Wirkung zugesprochen; wissenschaftlich ausreichend belegt ist diese traditionelle Wirkung bislang nicht.
Verwendung:
Traditionell wird das Duftveilchen bei Husten und Erkältungsbeschwerden sowie bei Hautanliegen eingesetzt. In der Küche ist es vor allem mit Zucker eine Freude: als Sirup, Likör, Veilchenzucker oder kandierte Blüten – oder ganz einfach frisch als Garnitur für Salate, Suppen und Desserts.
Quellen:
Skriptum von Villa Natura Modul 4,
Duftveilchen (Viola odorata) | Pflanzen-lexikon.com
eigene Beobachtungen & Praxis
Hinweise:
- Auch gegen Heilpflanzen gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Ebenso können Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten!
- Heilpflanzen unterstützen unseren Körper, ersetzen aber keinen notwendigen Arztbesuch!
- Bitte immer nur Pflanzen sammeln, die eindeutig bestimmt werden können
