Holunderbeere

Sambucus nigra

Allgemeines

Andere Namen: Fliederbeere; Holler; Hollerbeere

Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)

Standort: In Siedlungsnähe, Gärten und Innenhöfen, an Wiesen- und Waldrändern

Ernte: Blüten: Mai/Juni, Beeren: August/September

Verwendbare Pflanzenteile: Ausschließlich Blüten und Beeren, alle anderen Pflanzenteile sind giftig!!!

Büroklammer
Holunder 20250825

Besonderheiten & Anwendung

Sammeln:
Die schwarz-violetten Beeren des Holunders reifen im Spätsommer in dichten, überhängenden Dolden. Geerntet wird am besten die ganze Dolde, sobald die Beeren prall, dunkel und weich geworden sind. Achtung vor giftigen Verwechslungen: Der Holunder kann mit dem giftigen Zwerg-Holunder verwechselt werden – Details dazu gibt’s im Workshop.

Warnhinweis: Rohe oder unreife Holunderbeeren können Übelkeit auslösen. Vor dem Verzehr müssen sie daher immer erhitzt werden.

Besonderheit:
Die tiefdunkle Farbe der Holunderbeeren stammt von Anthocyanen – sekundären Pflanzenfarbstoffen, die früher auch zum Färben von Textilien und Lebensmitteln verwendet wurden. Für viele heimische Vogelarten sind die Beeren im Herbst zudem eine wichtige Nahrungsquelle.

Inhaltsstoffe:
Holunderbeeren enthalten reichlich Vitamin C, Anthocyane, Flavonoide und Fruchtsäuren. Der Volksheilkunde nach wird ihnen eine stärkende, die Abwehrkräfte unterstützende Wirkung zugesprochen.

Verwendung:
Erhitzt werden die Beeren traditionell zu Sirup, Mus, Saft oder dem winterlichen „Hollerkoch“ verarbeitet. Auch als Oxymel – ein Auszug in Honig und Essig – lassen sie sich wunderbar haltbar machen.

Hinweise:

  • Auch gegen Heilpflanzen gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Ebenso können Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten!
  • Heilpflanzen unterstützen unseren Körper, ersetzen aber keinen notwendigen Arztbesuch!
  • Bitte immer nur Pflanzen sammeln, die eindeutig bestimmt werden können

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